Ilia Slarinov von BG – TV
interviewt Natalija
Neunzehn Jahre Pleven (*)
im Nordosten Bulgariens,
abseits der Hauptreiseströme,
dann Costa Rica,
dann das Columbia College in Kalifornien
dann als erste Ausländerin hier
„to be named best student of the year in the USA“.
Natalija,
wieder zu Hause in Pleven,
zwei Wochen nur, aber es sind zwei Wochen,
sucht nach Wörtern,
findet schon eine Straße nicht mehr,
besinnt sich auf den Namen einer Freundin,
kann nicht sagen wer das Land regiert.
Ilia Slarinov von BG – TV
interviewt Natalija.
„I want to work for Bulgaria“,
sagt sie zum Schluss,
“even if I am not physically here.”
(*) Seit 1999 besteht eine Partnerschaft
zwischen Pleven und Kaiserslautern
(Dieter Schupp)
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Touristen (deutsch, männlich)
in der serbischen Hauptstadt Belgrad
Vor einer Kirche stehen sechs Männer
und eine Frau.
Die Frau sagt:
“The Cathedral of Saint Sava is an Orthodox,
Entschuldigung,
orthodoxe Kirche in Belgrad,
one of the largest ...,
nein, nicht so alt ..., auch nicht ...
Heili ... Sava erst viel später...
sagen wir 1939, ... doch dann Krieg
in Serbia ...
Ah, möchten Sie, dass wir in -?“
Sechs Männer,
dunkle Anzüge, Kravatten,
stehen auf den Treppenstufen.
Der erste sagt:
Zwei Kirchen an drei Tagen sind mir eigentlich zu viel.
Der zweite:
Hast du eine Ikone gesehen, kannst du dir alle anderen sparen.
Der dritte:
Anstelle einer alten Sava hätte ich lieber eine junge Nadja.
Der vierte:
Ein Foto noch und dann hat sich die Sache.
Der fünfte:
Moment! Bezahlt aber haben wir sie für zwei Stunden Führung.
Der sechste:
Geschenkt! Wir sollten lieber auf ein Bier gehen.
Sie reden mit der Frau,
schütteln ihre Köpfe, dann gehen sie davon.
Richtung in der Kralja Milutina.
Ohne sie.
(Dieter Schupp)
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